Am Anfang steht

Winfried Bonifatius, der Apostel der Deutschen. Er veranlasste im Jahr 724 die Errichtung einer kleinen Holzkapelle auf der höchsten Erhebung im Dorf „In wanen in Riden“, dem heutigen Wanfried. Der Standort wurde vom Heiligen Bonifatius ganz bewusst gewählt, denn die erste Kapelle, aus dem Holz einer Donareiche vom Hülfensberg gezimmert, stand von nun an auf der ehemals heidnischen Kultstätte. Das große Kirchenfenster im Chor hat diese Legende im Motiv aufgenommen.
Glaubt man dieser Legende, soll der zum Missionsbischof geweihte Angelsachse höchst selbst beim Bau der Holzkapelle mit Hand angelegt haben. Auch wenn nicht jedes Detail bewiesen werden kann, markieren die 30er Jahre des achten Jahrhunderts den baulichen Beginn der Wanfrieder Christianisierung und Kirchengeschichte.
Das Kirchenfenster erzählt die Geschichte des Heiligen Bonifatius. Der Ausspruch: „Wenn doch Friede schwebe über dieser Aue!“, soll den Orten Wanfried, Frieda, Schwebda und Aue ihre Namen gegeben haben.

„Die Kirche steht gegründet
allein auf Jesus Christ,
sie, die des großen Gottes
erneute Schöpfung ist.“ (EG 264)

Diesem Bekenntnis ist auch die Wanfrieder Kirche verpflichtet: So erhebt sich im Hauptfenster des Chorraums Jesus Christus als König und Herr der Kirche und der Gläubigen, die durch Gottes Boten wie Bonifatius und viele andere das Evangelium gebracht bekamen.