Orgel

Die Gebrüder Peternell aus Seligenthal bei Schmalkalden bauten die Orgel und stellten sie 1888 auf. Das Orgelgehäuse wurde in „neogotischer Manier“ gehalten. In der Wanfrieder Orgel stecken 1736 Pfeifen aus Zinn, Zink und Holz. Die Orgelwerkstatt Peternell war bekannt für ihre romantisch klingenden Orgeln. Passend zur wunderbaren Ausmalung hob der Klang dieser Orgel die romantische Schönheit der Kirche noch hervor. Nach einem Umbau in den 1960er Jahren wurden die Pfeifen im Stil der Zeit verändert und die romantischen Klänge zurückgenommen. Auch heute noch füllt die „Königin der Instrumente“ mit ihren 26 klingenden Registern, auf zwei Manualen und Pedal den Raum mit Musik der Jahrhunderte aus.

Die Orgel wird nun seit fast 40 Jahren vom Organisten Hans-Jörg Schneider bespielt. Die Gemeinde schätzt seine beherzte und beschwingte Art des Spiels und seine tollen Improvisationen. Gefragt, wann er diese komponiere, sagte er einmal: „Das spiele ich immer so, wie es mit an dem Tag eingegeben wird!“

Die Orgel in Wanfried
„Zum Lobe Gottes und zur Erbauung der Gemeinde“

Die Orgel hat 2 Manuale und Pedal, 26 klingende Register und 3 gemischte Stimmen von mehr als zwei Chören.

Kleine Chronik der Orgel
1888 von den Gebrüder Peternell in Seligenthal gebaut
1925 Überholung durch die Firma Euler
1965 Umbau auf Elektrofizierung, Klangveränderung durch die Firma Euler
1988/89 Renovierung: Windladen der Orgel aus Wolfhagen wurden durch die Firma Lötzerich / Ippinghausen eingebaut. Durch den bestehenden Wartungsvertrag konnte die Firma Krawinkel / Deisel nach dem Tod von Hr. Lötzerich die anstehenden Arbeiten übernehmen.
1991 Einweihung der renovierten Orgel
2008 Reinigung und Neuintonation der Orgel durch die Firma Krawinkel.

Maßnahmen im Sommer 2008 (bis zum 1. Advent)
–    Sanierungsmaßnahme mit Neuintonierungam Orgelwerk
–    Teilausbau des Instrumentes bis auf die Windladenebene
–    Ausbau des gesamten Pfeifenwerkes sowie des Schwellwerkgehäuses
•    sorgfältige Reinigung aller Orgelpfeifen und Werkteile
•    Reinigung der Windladen und der Windanlage
•    Instandsetzung der Spieltraktur
•    Überarbeitung der Ventilfedern
•    Nachbesserung der Registermagnete
•    Versiegelung und Politur der Pedal- und Manualklaviatur
Intonation und Stimmung
Da die bisherige Intonation auf die damals vorherrschende neobarocke Klangvorstellung „zurechtgestutzt“ wurde, war die Intonation dem Zeitgeist entsprechend fundamentlos und mager angelegt. Nach dem Wiederaufbau wurde daher jedes Register sorgfältig „neu“ intoniert, um den kraftvollen und gravitätischen Klang wieder zu gewinnen. Die vormalige „romantische“ Intonation der historischen Register bildete die Grundlage für die Intonation.
Die Einstimmung der Orgel erfolgt im Normalton a’: 439,7 Hz bei 15°C.

Kosten der gesamten Maßnahme 26.800 Euro

1. Disposition der Orgel
Hauptwerk C-g’’’
1.    Pommer 16’
2.    Principal 8’
3.    Gedackt 8’
4.    Octave 4’
5.    Harpfeife 4’
6.    Quinte 2 2/3’
7.    Octave 2’
8.    Siffflöte 1’
9.    Mixtur 5fach 1 1/3’
10.    Trompete 8’
Schwellwerk C-g’’’
11.     Lieblich Gedackt 8’
12.     Quintadena 8’
13.     Principal 4’
14.     Rohrflöte 4’
15.     Piccolo 2’
16.     Quinte 1 1/3’
17.     Sesquialtera 2fach
18.    Zimbel 3fach 1’
19.    Schalmay 8’
Pedalwerk C-f’’’
20.    Subbass 16’
21.     Violon 8’
22.    Gedackt 8’
23.    Octave 4’
24.     Nachthorn 2’
25.     Rauschwerk 4fach
26.     Posaune 16#
Nebenzüge
Koppel II-I
Koppel I-Ped
Koppel II-Ped
Tremulant II. Man

System
Schleifladeninstrument mit mechanischer Spieltraktur und elektrischer Registertraktur.